07. JANUAR 2017 - 18.02.2017

TAYMOUR BENKHALEF / PAINTINGS

ERIC MASSHOLDER / SCULPTURES

H U M A N  R O B O T

 

VERNISSAGE: 07.01.2017   19h

Taymour Benkhalef alias BENKA, ist ein junger französisch-algerischer Maler.
Das Zeichnen/ Malen hat ihn seit seiner Kindheit  begleitet: Seine ersten Leinwände waren die Wohnungswände sowie der Wohnzimmerteppich der Familie.
BENKA verwendet für seine Bilder Acrylfarbe, Ölfarbe, Graffiti Spraydosen, Farbstifte und Ölkreide. Hauptsächlich malt er auf Leinwänden aber auch auf Holz, Paravents, Türen und Stoffen mit Holzrahmen. Ihn inspirieren seine Träume, persönliche Erfahrungen und unsere Lebenswelt, die er von Smartphones, Facebook und Computern dominiert sieht.
BENKA pendelt sich, wie er sagt, in einem "primitiven" Stil ein: Eine Rückkehr zum Ursprung, so wie es vor ihm schon Maler wie Jean Dubuffet, Robert Rauschenberg und Jean-Michel Basquiat taten. Diese Rückkehr zu einem naiven Zeichenstil, geprägt von ausdrucksvollen Farben, ist seine Methode die virtuelle Welt zu hinterfragen und ihr entgegen zu treten.
"Human Robot" ist eine Kritik am Menschen, der sich langsam "robotisiert". Die Kunst von BENKA setzt sich auf mahnende, zugleich aber auch heiter wirkende Art mit dem Gebrauch von  Smartphones und den sozialen Netzwerken auseinander. Es ist kein einfacher Kampf – bewaffnet mit Pinsel und Farben.
Durch den Dauergebrauch von Smartphones, Tablets und die oft unsoziale und zeitraubende Beschäftigung mit sozialen Netzwerken verliert der Mensch jeden Kontakt zur Realität. Was zuerst als kontaktfördernd betrachtet wurde, führt immer mehr in die Isolation.

Das Smartphone ist ein Teil des menschlichen Körpers geworden und das Schlimmste kommt erst noch ...

Mit Besorgnis schaut auch der in den südfranzösischen Bergen lebende Künstler Eric Massholder auf aktuelle Vorgänge  in unserer Welt. Die uns angepriesene Globalisierung stellt sich als Trugschluss dar und Fanatismus und Populismus sind auf diesem Nährboden gefährlich stark geworden und haben Bestrebungen zu einer demokratischen Welt sogar geschadet.

Was den Menschen bleibt ist der Rückzug ins Private, in eine intime Menschlichkeit. Seine Figuren aus Basaltstein stehen in einer Gruppe zusammen, wie eine Familie, die zusammenrückt. Allerdings sind es Karikaturen von Menschen. In ihrer primitiven Ausgestaltung entspringen sie wie BENKAS Gemälden dem Formen- und Materialrepertoire des Art Brut.

Der aus den Fugen geratenen Welt werden archaische Formen entgegengesetzt, die in ihrer Einfachheit Formeln für eine Rückkehr zum Ursprünglichen und Hoffnung auf eine Rückbesinnung zu echter Menschlichkeit und einer Balance zwischen den Kulturen geben.


https://www.youtube.com/watch?v=w1CNu0NBVSQ

Das Video zur Ausstellung...