27. 11. - 06.12.2025

VERNISSAGE: 27.11.2025 19H

Mit:

GUDRUN LANGE

SOPHIA FRESE

KURT WOLDMANN

ISABELL HÖNTZE

BODO NIGGEMANN

EVELIN DAUS

VAIVA MONIKA LANSKORONSKYTÉ

JAN SOBOTTKA

SILVIO UKAT

 

 

Diese Ausstellung vereint 8 Künstler von jung bis alt die eines gemein haben: die Liebe zur Kunst mit einem unverwechselbaren Stil.

Das Alter, die Ausbildung und die Lebensverhältnisse spielen keine Rolle, es zählt nur das unbändige Bedürfnis sich künstlerisch auszudrücken. Als stetiger Gäste geben sich auch Tiere von Silvio Ukat die Ehre...


BODO NIGGEMANN

 

wurde 1951 in Adelaide/Australien geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach seiner ärztlichen Laufbahn als Kinder- und Jugendarzt an den Universitätskliniken Hannover, Hamburg und Berlin beendete er 2017 alle medizinischen Tätigkeiten und intensivierte seine Hobbies als Künstler (siehe Website), Photograph (siehe Instagram), Schlagzeuger (der Band „Echte Ärzte“) und als Autor („Der Alltags-Anankast“, „Heilkunst?“ und „Lebenssplitter“).

 

Seine Assemblagen kann man am ehesten der konstruktivistischen Kunst zuordnen. Wiederkehrend dominieren aus vielen kleinen Einzelteilen zusammengesetzte Arbeiten, in denen jedes Element wiederum als ein eigenes kleines Kunstwerk betrachtet werden kann.

 Ein weiterer Schwerpunkt sind Arbeiten, in denen er - aufbauend auf seiner ärztlichen Vergangenheit - medizinische Materialien einsetzt. Durch die künstlerische Umsetzung erscheinen sie beim Betrachter in neuem Kontext und entfalten überraschende visuelle Wirkungen.

 


EVELIN DAUS

Ihre Reisen und Aufenthalte in verschiedenen Ländern haben ihre kreative Entwicklung geprägt.

Aufgewachsen in Hannover, absolvierte sie ihr Abitur in Lissabon auf Portugiesisch und später in Kiel auf Deutsch.

Kunst studierte sie in Mexiko-Stadt an der renommierten „Nationalen Universität von Mexiko (UNAM)“.

In Berlin schloss sie ein Architekturstudium ab und führte 30 Jahre lang ihr eigenes Architekturbüro.

Fünf Jahre lang vertiefte sie sich an der Akademie für Malerei Berlin in die Malerei und fand zu einem eigenen künstlerischen Ausdruck. Diese Zeit beendete sie als Meisterschülerin von Ute Wöllmann.

Ihre Malerei stellt Reflexionen aus der Vergangenheit dar, die sich mit der Gegenwart vermischen. Ihre Bilder zeigen eine gegenständliche Malerei, die der Fantasie keine Grenzen setzt. Sie sieht die Welt als ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Mensch und Tier, das auch Verwandlungen nicht ausschließt.


JAN SOBOTTKA

Seit 20 Jahren ist der Berliner Fotograf Jan Sobottka (* 1953 in Berlin) als aufmerksamer Beobachter der Berliner Kunstszene unterwegs. Auf Vernissagen, bei Preisverleihungen oder in Ateliers: Immer hat er seine Kamera dabei und portraitiert Prominente und weniger Prominente sowie das berlintypische Publikum.
Er nähert sich seinen Modellen mit großer Freiheit, weil er nicht im Auftrag arbeitet, sondern es ihm schon in der Vor-Handy-Ara um die Dokumentation eines Berliner Lebensgefühls ging. Einige Künstler und Galeristen begleitet er bereits seit vielen Jahren, wie ein Blick auf Jan Sobottkas Webseite www.catonbed.de eindrücklich vermittelt. Obwohl er nicht im Studio arbeitet, sondern in Galerien und Museen, schafft er es, neben der spontanen Momentaufnahme auch gut komponierte Fotoportraits entstehen zu lassen. Seine „Modelle" - von Patti Smith bis Bruno Ganz - folgen dabei seinen sparsamen und klaren Anweisungen.


SOPHIA FRESE

Sophia Frese ist eine in Berlin lebende bildende Künstlerin, deren großformatige abstrakte Gemälde die tiefe Verbundenheit zwischen dem menschlichen Körper und der Natur erforschen. Ihre Arbeit kultiviert „psychografische Landschaften“, die die innewohnende Kraft und Wirkkraft aller Materie betonen – ein Konzept, das sie durch einen von Musik geprägten, improvisatorischen Arbeitsprozess im Atelier erforscht.
Mit einem Doktortitel in Germanistik und Amerikanistik der Freien Universität Berlin schafft Frese eine visuelle Sprache – eine Syntax jenseits der semantischen Linguistik –, um ihre persönliche Poetik zu entwickeln. Sie arbeitet mit einer selbst gemischten Palette aus Rohpigmenten und natürlichen Materialien und verleiht ihren Leinwänden eine taktile und elementare Dynamik.

Freses Werke wurden in New York City, Berlin und Mexiko-Stadt ausgestellt und befinden sich in Privatsammlungen in Europa und den Vereinigten Staaten. Ein Aufenthalt in der Casa Lu im Jahr 2025 gipfelte in einer Ausstellung während der Mexico City Art Week, die ihre Auseinandersetzung mit Ort und Identität weiter bereicherte.

Zum Bild:

Das grossformatige Werk The Beast in the Forest (180x200) auf tiefschwarzem Grund thematisiert den existenziellen Rhythmus von Formwerdung und Auflösung, Figuration und Abstraktion. Eine elementare Atmosphäre von zeitlicher Tiefe entsteht durch die rohe Schichtung von Eisenoxid und anderen Pigmenten. Das fluoreszierende Pink über einem angedeuteten Horizont kontrastiert mit diesen Erdtönen und organischen Formen, die an eine zeichnerische, tektonische Linienführung stösst. Die Linie als Haarrissfraktur markiert den Schwellenzustand als alchemistischen Akt und die Leinwand wird, wie der Wald, zu einer mythischen Arena des zeitlichen und räumlichen Sich-Verlierens. Die Betrachter selbst werden zu Akteuren, die in diesem dunkel leuchtenden Szenario über die Existenz des Biestes entscheiden, es hängt an ihnen, ob es noch da ist, oder sich bereits im Unterholz aufgelöst hat.

 


VAIVA LANSKORONSKYTÉ

Vaiva Monika Lanskoronskytė (geb. 1990) ist eine Künstlerin der jungen Generation, die ihr Studium an der Kunstakademie Vilnius mit einem Abschluss in Grafik und an der Universität Vilnius mit einem Abschluss in Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Seit 2025 ist sie Mitglied des Litauischen Künstlerverbandes und schafft Installationen aus verschiedenen Materialien sowie experimentelle grafische Drucke auf unkonventionellen Oberflächen. Für Lanskoronskytė ist die Atmosphäre, die eine Installation erzeugt, von zentraler Bedeutung – eine Atmosphäre, die leise das Unaussprechliche flüstert. Ihre Arbeiten beschäftigen sich oft mit Themen der persönlichen und historischen Erinnerung und zeichnen sich durch einen meditativen Ausdruck aus. Seit 2020 hat die Künstlerin Einzelausstellungen veranstaltet und an Gruppenausstellungen teilgenommen, wobei sie ihre Arbeiten zweimal auf der Kunstmesse ArtVilnius präsentierte. Im Jahr 2024 nahm sie an der Residenz „Lublin Triangle“ teil. Seit August 2025 ist sie in Berlin kreativ tätig und richtet eine Sommerresidenz in einem verlassenen Kulturzentrum in der Region Ignalina ein. Lanskoronskytė ist auch in den Bereichen Pädagogik, Journalismus und Kuration aktiv.



ISABELL HÖNTZE

Isabell ist eine junge talentierte Frau, die seit ihrem 16. Lebensjahr ihrer Kunst nachgeht. Ihr großer Traum war es immer ihre Werke in einer Galerie präsentieren zu dürfen, was ihr hiermit gelungen ist...

In ihrer Serie " MASTER OF IT'S OWN MATTER" sieht man aus verschiedenen Perspektiven eines 'Erbauers", der in diversen Szenarien tief in die Ebenen der Materie eindringt. Die Bilder stehen im Zusammenhang eines Entstehungsprozesses von Materie und Zeit, die im Laufe des Prozesses immer komplexer werden

 


GUDRUN LANGE aka META

Gudrun Lange, geboren 1955 auf einem Bauernhof genoss eine Ausbildung zur Arzthelferin und MTA, bevor sie etliche Berufe ausgeübt hat. Nach dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, absolvierte sie 1979 ein Kunsstudium an der HdK in Berlin und 1980 an der HfbK Hamburg bei Gerhard Rühn und Hermann Nitsch. Über Robert Filliou kam sie mit der Fluxus Kunst in Berührung. Ab 1992 arbeitete sie 20 jahre lang als Tagesmutter, dananch absolvierte seine in Wien ein Studium der Schriftkunst und lebte anschließend für ein jahr in Südafrika.

Seit 2015 lebt sie in einem Altesheim und arbeitet künstlerisch im offenen Atelier St. Hedwig.

 

 


KURT WOLDMANN

 

Als Maler bewegt sich Kurt Woldmann zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und schafft dabei Bilder von hoher Farbintensität. Wichtig sind ihm die Geste und die raumgreifende Komposition, wobei die Strukturierung des Bildraumes, die Darstellung von Bewegungsphasen, die Entwicklung, der Verlauf und die Veränderung einer Bewegung immer wieder eine zentrale Rolle in seinen Bildern spielen.Das erinnert kunsthistorisch gewiss auch an Ansätze des Futurismus und an die Malerei der französischen Fauves – der sogenannten Wilden, die als Vorläufer der Kubisten verstanden werden – aber in Woldmanns Malerei entdeckt man auch dermaßen viel Eigenständiges und Weiterführendes, dass solche Vergleiche zu kurz sind.
Typisch für ihn ist auch die sogenannte organische Form, die man in seinen Bildern entdecken kann – es ist eine biomorphe Figur, die in sich ein Entwicklungspotential hat, die ganz ruhig und in sich verschlossen ist und doch anscheinend gleichzeitig etwas in sich birgt, das zur Entwicklung drängt – ganz ähnlich einem Kokon, in dem ein Schmetterling verpuppt ist.

SILVIO UKAT

 Ukat, ausgebildeter Holzbildhauer, sagt: „Ich kam spät über eine Freundin zur Bildhauerei, dann hat es bei mir richtig gezündet. Ich fackele nicht lange, arbeite direkt an meinen Tierskulpturen und schwarzen Stelen, auf denen ich meine Motive platziere. Ich will mit meinen Arbeiten – auch in denen aus anderem Material – dem Betrachter Freude machen, ihn zu eigenen Geschichte inspirieren, nicht einfach nach der Natur abbilden, mehr von innen heraus gestalten.“

Irgendwie erinnern Ukats Vögel, Waldtiere und andere Tierpersönlichkeiten an den Satz des Kunstpioniers Franz Marc, der einst mitteilte: „Ich male, wie das Tier sich fühlt.“ Dazu kommt bei Ukat die farbige Fassung, immer auf Schwarz gesetzt. Der Eisvogel und der tockernde Specht, der blaue Storch und der Tukan mit knallgelbem Schnabel, die Fledermaus oder der archetypische Fisch. Das wirkt alles expressiv und vielsagend, was man da sehen und empfinden kann, kernig und griffig, keineswegs verkopft, oft humorvoll und hintergründig.