24.02.-07.04.2018

MASSHOLDER

 

 

 

 

 

Kunst, Mode und der Tod

 

 

 

Eric Massholder fliegen en passant Bildthemen zu, die er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln künstlerisch manifestiert.

 

Ausgangspunkt zu Mode – fication, ein Wortspiel aus seinem Spiel- und Experimentierstil geboren, sind Modeplakate, die dem in Südfrankreich lebenden Künstler in ihrem Ausdruck, in ihrer „Mise en scéne“ abwegig erscheinen. So stellt er in die Blickachse der Models Totenköpfe ein, die auf echten Eiern gemalt sind; ihm ist danach

 

dem für sein Empfinden leeren Ausdruck der Models einen Sinn zu geben.

 

Die Paarung Mode und Tod ist in der Modewelt mit dem Emblem des Totenkopfs, als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens, ein beliebtes Manöver.

 

Giacomo Leopardi, der große italienische Dichter, schrieb 1824 einen Dialog zwischen der Mode und dem Tod. Darin erkennt der Tod seine Schwester, die Mode, nicht wieder, als sich ihm diese bekennt.
Dabei, so argumentiert diese, sind sie beide “born of decay” und haben demzufolge dieselbe Mutter. Doch liegt es auch in der Natur beider, die Welt fortdauernd zu erneuern.

 

Maßholder schiebt den Schönen in ihrem nichtigen Treiben den Totenkopf unter, nicht unbedingt mahnend, aber doch Sinn wünschend.

 

siehe auch:

"MODÉFICATION"

Illustration: Eric Massholder

Text: Raphael Monticelli

erschienen 2008 bei

La Diane Francaise