KUNST-MITTE KARLSRUHE

05.-08.2026


Die Galerie Z22 nimmt an der neuen Messe in Karlsruhe teil... mit folgenden Künstlern.


 SILVIO UKAT

Ukat, ausgebildeter Holzbildhauer, sagt: „Ich kam spät über eine Freundin zur Bildhauerei, dann hat es bei mir richtig gezündet. Ich fackele nicht lange, arbeite direkt an meinen Tierskulpturen und schwarzen Stelen, auf denen ich meine Motive platziere. Ich will mit meinen Arbeiten – auch in denen aus anderem Material – dem Betrachter Freude machen, ihn zu eigenen Geschichte inspirieren, nicht einfach nach der Natur abbilden, mehr von innen heraus gestalten.“

Irgendwie erinnern Ukats Vögel, Waldtiere und andere Tierpersönlichkeiten an den Satz des Kunstpioniers Franz Marc, der einst mitteilte: „Ich male, wie das Tier sich fühlt.“ Dazu kommt bei Ukat die farbige Fassung, immer auf Schwarz gesetzt. Der Eisvogel und der tockernde Specht, der blaue Storch und der Tukan mit knallgelbem Schnabel, die Fledermaus oder der archetypische Fisch. Das wirkt alles expressiv und vielsagend, was man da sehen und empfinden kann, kernig und griffig, keineswegs verkopft, oft humorvoll und hintergründig.

 


LARS J. FISCHEDICK

 

Lars J. Fischedick hat sich in den letzten 25 Jahren mit der Erforschung dreidimensionaler Räume beschäftigt: Dies geschah durch Architektur, Modellbau, Bildhauerei und Kunstinstallationen.

Er wurde in Deutschland geboren und begann seine Karriere in der zeitgenössischen Architektur, wo er an verschiedenen Ausstellungen mitwirkte,

darunter das Wrapped Reichstag Project von Christo und Jean-Claude für Berlin. Im Jahr 2002 zog er nach Kapstadt und begann 2010 seine künstlerische Laufbahn.

 

Indem er sein Wissen über Materialien (wie Holz und Harz) mit Wahrnehmungsverschiebungen von der Luftperspektive zur Perspektive kombiniert, hat er eine neue künstlerische Erzählung entwickelt. Einen großen Einfluss auf sein aktuelles Werk haben seine Studien in projektiver Geometrie und Mathematik, insbesondere die Erkundung der persönlichen Innenperspektive bis hin zum geometrischen Unendlichen. Durch seine Arbeit vermittelt er seinem Publikum eine Erfahrung des Raums, stellt dessen Wahrnehmungsgrenzen in Frage und macht unsichtbare Aspekte dieser Erfahrung sichtbar. In seinen eigenen Worten:

 

Es ist sowohl logisch als auch spielerisch, mathematisch und unendlich. Die Entdeckung von etwas Neuem verändert unsere Wahrnehmung und die Art und Weise, wie wir die Welt, in der wir leben, sehen und erleben. Warum sahen die

Ureinwohner des amerikanischen Kontinents die Schiffe von Kolumbus nicht am Horizont auftauchen? Es lag offenbar nicht in ihrer Realität.

 

 „Wenn ich also in einer verschlossenen alten Scheune stehe, kann ich durch die Lücken der Bretter das Licht von draußen sehen, aber nicht die Strahlen, die hineinströmen. Erst in dem Moment, in dem ich etwas Staub aufwirble, werden die Strahlen direkt um mich herum sichtbar. Das bedeutet nicht, dass diese Strahlen nicht schon existierten, als ich die Scheune betrat. Sie wurden in dem Moment Teil

meiner Realität, als ich den Staub aufwirbelte.

In meiner Kunst geht es darum, diesen Staub aufzuwirbeln.“


LAVELY MILLER

LAVELY MILLER malt Figuren, die in Momenten emotionaler Handlung existieren. Dieses Gefühl der Bewegung wird durch transparente Lasurschichten vermittelt, wobei manchmal bis zu 100 separate Farbaufträge kombiniert werden, um die endgültige Oberfläche zu schaffen. Die Qualität der Schichtung wird durch die Verwendung von Papier verstärkt, da es sich während des Auftragens bewegt und knittert, um physische Tiefe zu erzeugen. Klassische flämische Lasurtechniken – die ungewöhnlicherweise fast ausschließlich mit dem rechten Zeigefinger der Künstlerin aufgetragen werden – und das gealterte Aussehen der bemalten Oberfläche verleihen diesen Figuren eine zeitlose Qualität, einen eingefrorenen Moment physischer Zeit, gefüllt mit universellen menschlichen Emotionen. – Art Martin, Muskegon Museum of Art

 Millers Werk enthält Tiefen, die „sowohl metaphorisch als auch wörtlich zu verstehen sind. Dass das Format an Renaissancekunst erinnert, scheint passend ... ihre Gemälde haben eine unheimliche Zeitlosigkeit.“ – Mark Jenkins, Washington Post 



ANDREAS KURUS

ist das Gegenteil von einem kosmopolitischen und getriebenen Künstler. Von kurpfälzischer Bodenständigkeit geprägt arbeitet er weit ab vom Rummel der Kunstmetropolen dieser Welt und genießt die Ruhe in seinem Mannheimer Atelier. Hier empfängt er Sammler aus Paris und Berlin um seine Kunst zu bestaunen. Sein Atelier besticht durch rustikale Schlichtheit und jeder Zentimeter spiegelt seine Arbeit wieder – ein wahres Erlebnis. Nicht selten entdeckt man seine Kunstwerke auf namhaften Ausstellungen in Saint Tropez, Frankfurt oder Karlsruhe, die zahlreiche Blicke der Besucher auf sich ziehen und sie in ihren Bann ziehen. Seine abstrakten Bilder sind unbetitelt, ein Mittel um nicht über Gegenständlichkeiten oder Betitelungen korrumpiert zu werden. Chiffren und Schlieren ziehen sich durch nahezu monochrome Bildlandschaften. Man kann Anklänge an Monet oder Cy Twombly, aber auch an der „écriture automatique“ der Surrealisten ausmachen.

Nicht das Abbilden von Realitäten, sondern Abstraktion und das Spirituelle und Symbolische, das sich hinter dem Konkreten verbirgt, ist das Ansinnen von Andreas Kurus. All seine Werke sind Spiegelbilder verschiedenster Emotionen des Künstlers – für ihn sind daher alle Werke ein Stück seiner Persönlichkeit.

 

 

Die großformatigen Bilder überraschen mit einem außergewöhnlichen und einzigartigen Effekt, die einer speziellen Auftragstechnik geschuldet sind: Mehrere Schichten Kunstharz, die mit Acryl- und Ölfarben, Auqarellkreiden, Wachsmalstiften und Bleistift überarbeitet werden und somit die Bilder in einer dreidimensionalen Optik erscheinen lassen. Diese besondere Technik sticht durch ihre Einzigartigkeit hervor und ist das Markenzeichen des Künstlers.

 

Die Liebe zum Wasser führt den Künstler immer wieder an die verschiedensten Strände des Mittelmeers – ganz besonders hat es ihm die französische Küste angetan. Umso größer war für Andreas Kurus die Frustration, miterleben zu müssen wie vermüllt die Küsten sind. Dies veranlasste ihn mit seiner Kunst ein Zeichen zu setzen. Er formt und gießt aus Kunstharz lebensgroße Tiere des Ozeans, wie etwa Delphine, Quallen oder auch Rochen. Die Formen erschafft der Künstler aus Styropor den er in tagelanger Arbeit zurecht schnitzt. Die transparenten Artefakte füllt der Künstler mit dem Meeresmüll, welchen er auf seinen Ausflügen am Meer teilweise selbst gesammelt hat. Für jeden gut sichtbar, kontrastiert der Plastikabfall im Inneren die Schönheit der Skulpturen und lässt uns ratlos, schuldbewusst und zugleich fasziniert zurück.

 

 

Andreas Kurus besticht durch seine Vielfältigkeit, die er immer wieder in neuen Projekten seiner Kunst zum Ausdruck bringt.

 


NADIA VALESKA

 

Valeska ist eine in Berlin lebende bildende Künstlerin, die sich hauptsächlich mit figurativer zeitgenössischer Malerei beschäftigt.

 

Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Identität, oft in Form von Porträts. Sie hat an vier verschiedenen Universitäten in vier verschiedenen Ländern Bildende Kunst studiert und

 

ist auch viel gereist und hat in vielen Ländern gelebt, was viele Fragen zu Identitätsproblemen aufgeworfen hat.

 

Valseka hat international ausgestellt, unter anderem in Deutschland, Neuseeland, Chile, Spanien und Italien.

 


SORINA VON KEYSERLING

 

Zur Bildhauerei ist sie über die Bühnenkunst gekommen, da sie in jungen Jahren als Tänzerin mit dem Theater verbunden war. Ihre ersten bildhauerischen Erfahrungen sammelte sie in Werkstätten für Theaterplastik, darunter auch in der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung des Bildhauers Michael Jastram, der damals dort tätig war.

 

Ihre Arbeit widmet sich zum großen Teil dem modellieren von plastischen Portraits wobei ihr innerer Antrieb von der Liebe zum Menschenbild geprägt ist.

 

Stets sucht sie nach einem ganz eigenen Ausdruck im Gesicht eines Menschen, insbesondere in Momenten der Entspannung und natürlichen Ausstrahlung. Es ist der Moment, in dem sich uneingeschränkt die wahre Essenz eines Menschen zeigt.

 

Sie verbindet sich mit ihrem Gegenüber, indem sie während der gemeinsamen Sitzungen die

 

individuelle Energie in das entstehende Portrait fließen lässt. In ihren Händen wird der Ton zum kraftvollen Medium, um Emotionen und Tiefe zum Leben zu erwecken.

 

Es besteht ein Trend in der Kunst, die gesellschaftlichen Missstände anzuprangern und auf sie aufmerksam zu machen. Dieser Ansatz ist zweifellos berechtigt. Dennoch ist es ebenso mächtig, die Aufmerksamkeit auf das Gute, das Schöne und Wahre im Menschen zu lenken. Schließlich folgt die Energie der Aufmerksamkeit. Damit möchte sie als Künstlerin meinen Beitrag leisten.

 


FRANK MASSHOLDER

DIE BÖDEN ZUR KUNST

 

Bei einer Vernissage ließ ein Gast ein Glas Rotwein auf den Boden fallen und da war ich mit meiner Kamera...das Bild vor mir brannte sich in mein Gehirn ein und die Idee, etwas zufällig Geschehenes in einer konkreten Form festzuhalten war geboren.

Als ich also im Juni 2018 das offene Atelier von Skadi Engeln besuchte, fiel mir sofort ihr Atelierboden ins Auge und VOILÀ:: der Samen, der bei der Vernissage gepflanzt wurde ,erwachte zum Leben und nichts konnte mich als Sammler aufhalten.

Durch Gespräche mit anderen Künstlern wurde mir ide andere Seite der Geschichte bewusst. Mir wurde klar, dass ich nicht nur meine eigene Kunstform "konkreter Zufall" entwickelt hatte, als bewusste Aufnahmen von zufällig geschaffenen Mustern, sondern hinter jedem Boden eine Geschichte steckt. Ich erkannte, dass die Böden zur Kunst Momentaufnahmen in die innere Landschaft des Künstlers im Laufe der Zeit sind. Sie sind die Sammlung von Bewegungen, Farben, Spritzern, Inspirationsfragmente aus jedem einzelnen Werk, die ungewollt das Werk des Künstlers als Ganzes dokumentieren. Böden sind Leinwände, die uns durch die Zeit führen und uns vielleicht einen seltenen Blick auf den Künstler in seiner chaotischen und doch vollständigen Form gewähren.

 

 


SASCHA STÜVEN

Sascha Stueven ist ein deutscher Künstler aus Bremen. Die Idee, etwas Kreatives zu schaffen, war schon immer sein Wunsch, daher gab ihm der Corona-Lockdown im Jahr 2020 den Anstoß dazu und schließlich auch den entscheidenden Schub durch seine Freundin, die ihm seine erste Künstlerausrüstung kaufte.

Seitdem hat er vieles ausprobiert, aber schnell wurde klar, dass sein bevorzugtes Medium die Leinwand und sein bevorzugter Stil die abstrakte Malerei sein würde. Hier konnte er seiner kreativen Freiheit freien Lauf lassen und sich mit den verschiedenen Techniken künstlerisch austoben.

Es entstanden Bilder, die Spaß machen, die zu überraschen wissen und die dazu einladen, einzelne Punkte und Aspekte des Bildes genauer zu betrachten und der eigenen Interpretation und Fantasie zu folgen.
Sascha Stüven hat sich in seiner künstlerischen Entwicklung weiterentwickelt, Erfahrungen gesammelt und viele Ausstellungen gemacht. Er lässt sich gerne von anderen Kunstwerken und Künstlern inspirieren, aber die Hauptfaktoren seiner Inspiration sind die Natur und sein ausgeprägtes Gespür für schöne Farben und Formen. Er beginnt ein Werk meist ohne eine bestimmte Idee und lässt das Bild aus seinem Inneren entstehen. Inzwischen sind viele seiner Werke verkauft und seine Popularität steigt stetig.



JOAX

CROSSMEDIA ARTIST,
BILDHAUERHEI, INSTALLATION, BÜHNENBILD, REGIE, PERFORMANCES, VIDEO, LICHT
GRÜNDER VON TEN PEN CHii ART LABOR

 

Vor dem Studium der Architektur arbeitete er als Leiter der Stahl - Elektrowerkstätten und Bauleitung im
Ausland Algerien, Togo, Benin, Malaysia.
Leben und Arbeiten am Kunst - Raum - Schiff Stubnitz Rostock.
Unter anderem Bau einer 3,5m Stahlfigur, welche auf der "biennial international" Marseille art de groupe
ausgestellt wurde. Lebte und arbeitete von 1993-2015 auf "schloss bröllin" internationaler art reserach location.
2004-2014 im Vorstand von bröllin e.V. Seit 1994 Zusammenarbeit mit Yumiko Yoshioka; 1995 Gründung der
Kunstformation TEN PEN CHii ART LABOR mit dem Choreografen | Tänzerin Yumiko Yoshioka & dem
Komponist | Musiker Zam Johnson.
Mitglied des Künstlerbundes BBK und VBK.