Mit:
THORSTEN BRINKMANN, JAMES CLANCY, ANKE EILERGERHARD, EMESS, FRANK MASSHOLDER, JUNE
NEWTON, EDMUND PIPER, PETER SCHLANGENBADER, KONSTANTIN SCHNEIDER, HA SCHULT, JAN
SOBOTTKA, THORSTEN SOLIN, GERARD WASKIEVITZ
starring
MATTHIAS ARNDT, BLIXA BARGELD, GEORG BASELITZ, ROGER M. BUERGEL, JONAS BURGERT, ANTOINE DE CAUNE, KAI DIEKMANN,
NEZAKET EKICI, HARALD FALCKENBERG, RAINER FETTING, MARC GISBOURNE, HERBERT GRÖNEMEYER, ASTA GRÖTING, ALI
GÜRELI, EDDIE HARA, JÖRG HEISER, ERNST HILGER, DAMIEN HIRST, CANDIDA HOEFER, FENG HUANIAN, WOLFGANG JOOP, GEORG
KARGL,UDO KITTELMANN, HERLINDE KOELBL, AINO LABERENZ, THOMAS LEVY, MARKUS LÜPPERTZ, GERD HARRY LYBKE,
JONATHAN MEESE, ANGELA MERKEL, HERMANN NITSCH, DIETER NUHR, THOMAS OLBRICHT, HANS-ULRICH OBRIST, YOKO ONO,
JEAN PIGOZZI, PETER RAUE, MAGNUS RENFREW, DANIEL RICHTER, STEFAN RINGEL, THADDÄUS ROPAC, LORENZO RUDOLPH,
SALOME, THOMAS SCHEIBITZ, CORNELIA SCHLEIME, CHRISTOPH SCHLINGENSIEF, SEO, JOHANNA SMIATEK, MARC SPIEGLER, HA
SCHULT, MICHAEL SCHULTZ, KLAUS STAECK, WERNER TAMMEN, WOLFGANG TILLMANNS, PETER WEIBEL, MARC WELLMANN
special thanks to AVMGMBH
Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
es ist vollbracht! Passend zur 76. BERLINALE sowie fast zeitgleich mit der Münchner Sicherheitskonferenz und auch kurz vor der Vollendung seines 67. Lebensjahres konnte in BERLIN die Party zum 20jährigen Bestehen der Plattform des bereits in den NULLERJAHREN durch seine unkonventionelle Berichterstattung zu “Weltstadtruhm” gelangten Kunstkontakters steigen. Weil sich in Ostmitteleuropa immer noch Menschen gegenseitig töten ohne zu
erröten oder einfach nicht geschlagen geben wollen, hatte sich der Künstler Konstantin Schneider dazu entschlossen, der Ausstellung in der Z22 Galerie den Titel “Kunst & Überleben” zu verpassen. Auch die Farben Blau und Gelb spielten eine gewisse Rolle, dass aber hauptsächlich, weil es sich dabei um die Vereinsfarben des BTSV Eintracht handelt, dem der in Braunschweig geborene Jubilar trotz seiner im Dezember 1982 vollzogenen Migration nach Berlin bis heute die Treue hält.
Und auf EINTRACHT kommt es gerade in der heutigen Zeit ja ganz besonders an!
Deshalb hat eine Skulptur im Eingangsbereich der Galerie den Titel “Die Kaiserin von Kyjiv” ,klärt die BetrachterInnen jedoch gleichzeitig darüber auf, wie schlimm es sei, dass REICHTUM nie für alle reiche. U.a. deshalb floh, wer konnte, direkt nach Kriegsbeginn aus der bitterarmen Ukraine, in der Oligarchen nach wie vor die Fäden ziehen.
Ein großes Tafelbild des Maler’s Gerard Waskievitz war bereits um 2016 entstanden. Es zeigt den KUNSTKONTAKTER in
höchst selbstgefälliger Pose auf einem als Thron fungierenden SESSEL, umgeben von zwei behelmten “Sicherheitsberatern” , wie es in der Politik oder auf Pressekonferenzen oft üblich ist, und ist mit “DIKTATUR der KUNST” tituliert.
Gleich daneben ein SELFIE des Kunstkontakters mit Patti Smith, auf dem er einen roten Helm mit dem Kürzel KPD trägt. Eine
Wortspielerei, die dem 2006 aus der WERBE- in die KUNSTWELT gewechselten Jubilar besonders leicht gefallen sein dürfte. K für Künstler und der Rest versteht sich von allein. Die zwanzig Jahre seien auch wegen der zahlreichen Reisen rasend schnell vergangen.
Zwischen Basel und Beijing, Kreuzberg und Köln war ihm oft kein Weg zu weit. Natürlich waren auch Abstecher nach Hongkong und Singapur dabei oder für Kleingeld zum INDIA ART SUMMIT in NEU DELHI via Moskau, als das noch ging. Die Liste der VIP’S, die der
Kunstkontakter auf seinen Wegen kreuzte ist lang. Ein MULTI-SCREEN, der bereits zum 10jährigen Bestehen seiner Plattform entstanden war, belegt dies eindrücklich. HA Schult, der die Berliner Mauer in den 80er Jahren nach NEW YORK verpflanzte und seine
TRASH-PEOPLE u.a. auf der “großen CHINESISCHEN” platzieren durfte, hat dem Jubilar, der seit 2016 zunehmend als “YELLOW MAN” auftritt, per ARTPRINT verewigt, welcher als handsignierte 100er Edition für € 250, - zu haben ist. Der mittlerweile 86jährige Künstler wendete sich per Videoschalte mit einem Grusswort an die zahlreich in der Zähringer Straße
22 erschienenen Vernissagengäste.
Den Hauptraum der Galerie dominiert ein Portrait des Kunstkontakters, das der Urban Artist EMESS als Hommage bereits für eine Ausstellung im Jahr 2011 anfertigte. Es war die Zeit,als noch von “Guerilla-Marketing” gesprochen werden konnte, was sich heute verbietet, weil KUNST und KAPITAL vor vielen Jahren einen “Scheinfrieden” geschlossen haben. Vielen Künstlern ging das zwar gegen den Strich, doch … nach der FINANZKRISE waren genau so viele erleichtert, als es wieder "aufwärts" ging. So sorgte 2014 ein "Pamphlet" von Georg Seeßlen und Manfred Metz nur zeitweilig für Furore, in dem die beiden Autoren unter dem Titel
“Geld frisst Kunst und Kunst frisst Geld” auf fast 500 Seiten ihre Kunstmarkt-Analyse ausbreiteten. Beim Ausbruch der Finanzmarktkrise hatte sich Kunstkontakter übrigens gerade auf dem Rückweg von Shanghai nach Berlin befunden. In den Berliner Kunstszenen zuckte man damals nur kurz mit den Schultern. Schließlich galt immer noch der Spruch “poor but
sexy”. Folgerichtig konnten in dieser Zeit viele Künstler sogar einen “Durchbruch” schaffen.
So kam Kunstkontakter über Stefanie Feldbusch mit Thorsten Brinkmann in Kontakt, der mit Konzepten der Porträtmalerei, des Stilllebens und der Collage spielt, weshalb er den angehenden Überlebenskünstler, als welcher sich der “rasende Reporter” immer mehr
verstand, liebend gern in den Kreis seiner "skurrilen Gestalten” aufnahm. Aber auch Anke Eilergerhard hatte die Jahre nach 2008 genutzt, machte Silikon und Porzellan endgültig zu ihren bevorzugten “Wertstoffen” und schuf mit ihnen u.a. die “Annas”
.
Diese brachten sie auf Augenhöhe mit Luxusartikeln, weshalb sie es gegenüber den “Machern der Modemarke Fendi” vehement ablehnen konnte, ihre einzigartigen Kunstwerke zweckzuentfremden. In der Jubiläumsschau von Kunstkontakter bei Frank Massholder
nimmt sich selbst die kleine Skulptur “Mademoiselle” puristisch barock aus. Aber auch als ein “ideales Objekt” für angehende Kunstsammler, die ihrer Allerbesten mit einem warmen Getränk beim Aufwachen helfen möchten. Sogar der 2019 verstorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld besaß vier Exemplare davon und platzierte sie auf seinem Schreibtisch. Bei der
AUKTION seines Nachlasses soll ein stattlicher Preis fällig gewesen sein. Torsten Solin, dessen erotische Fotografien von hübschen jungen Frauen in der einstigen Produzentengalerie RAKETE den Fotografen JIM RAKETE derart auf die Palme brachten, dass er den Betreibern der Galerie gerichtlich verbieten ließ ihren Ausstellungsort in der Brunnenstraße weiterhin so zu nennen, hatte Kunstkontakter davon überzeugen können, dass auch Männer über 50 noch sexy genug sind, um von ihm fotografiert zu werden, und so entstand schließlich die Idee zu “Welcome back from Miami” , für das der Kunstkontakter sich
nach einem Ausflug zur ARTBASEL in MIAMI als Ritter mit goldenem Schwert verkleidete. Das Portrait “Der Denker” gatte der in Berlin-Friedenau beheimatete Peter Schlangenbader 2019 während der Vorbereitung zu der Ausstellung “Künstler, Krisen, Katastrophen”
angefertigt, als es bereits erste Anzeichen dafür gab, die NORMALITÄT würde abgeschafft. Nur wenige Wochen später stellte der Ausbruch der COVID-Pandemie nicht nur die KUNSTWELT vor völlig unbekannte Probleme.
Mit neuen Sentenzen wie “Auf die Plätze, fertig, reich!” aber auch “Bitte beim Teilen etwas beeilen” erinnert der Kommunikationswirt Schneider die Besucher der Jubiläumsschau daran, dass in der KUNST oft erst extrem hartes Training zum Erfolg führt, auch wenn eine als “Lazy Bone Area” bezeichnete Installation den Eindruck verstärken dürfte, dass es durchausmal gut sein darf, mit “Ranklotzerei”. Der Bevölkerung immer wieder einzureden, es gäbe kein Morgen, sollte der Schweiss künftig nicht mehr in Strömen fliessen, dürfte nämlich kaum noch auf Zustimmung stoßen. Ein in einer als Garderobenecke dekorierter hängender Sack
voll Stroh mit dem Antlitz des Kanzlers soll das wohl versinnbildlichen. Schließlich könnte der Mann sein AMT ja auch abgeben, wenn er die Bevölkerung nicht erreicht. “Gnade uns Gott, dass sich der Amerikaner nicht an alles gewöhnt” , mag dem Betrachter
einer Collage durch den Kopf schießen, auf dem DONALD TRUMP neben einem Satz aus dem VATERUNSER zu sehen ist. Dem US-Historiker Robert Kagan zufolge war der Kalte Krieg jedoch ein Kinderspiel gegen das, was uns bevorsteht. Trump baue seine eigene SA auf, um Menschen auf den Straßen zu terrorisieren.
“Wir erleben jetzt, wie sich ein ganzes Land fast widerstandslos in eine Diktatur verwandelt.
” (QUELLE: Spiegel-Online)
Beim Satz aus dem Vaterunser handelt es sich übrigens um “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe”. Den
Anhängern des “Biblischen Kapitalismus”, die jeden, der nicht reich ist, für seine Unfähigkeit verachten, spricht Trump damit aus der Seele.
Abschließend lässt sich sagen: Dass einer, der die KUNST jahrelang hautnah erleben durfte, sich auch dazu herausgefordert fühlt, selbst aktiv zu werden, kann heute zum Glück nicht mehr verboten werden. Ob es noch weitergeht, wie es der Kunstblog-Pionier Markus Wirthmann hofft, bleibt offen. Zum Jahreswechsel 2026/2027 sei er nach Australien eingeladen, wo ein anderes großes Jubiläum begangen werden soll, ließ der KUNSTKONTAKTER verlauten. Wer wollte da schon vorher in RUHESTAND gehen? Zumal es 2026 politisch noch sehr spannend werden kann und in Krisen - siehe oben - kennt der Kunstkontakter sich ja aus.
Aber auch die Fütterung von KÜNSTLICHER INTELLIGENZ mit Terrabytes von Material aus
dem Videoarchiv des Kunstkontakters könnte noch Ergebnisse hervorbringen, die das
Prädikat “besonders wertvoll” verdienen. On verra sagt der Franzose. So ist es!